Public Health, Health Services Research and HTA

News

Die neue Publikation von Prof. Michael Fischer beschäftigt sich mit der Zukunft der Krankenhausseelsorge. Heute geht es in der Krankenhausseelsorge auch um ihre Relevanz von morgen. Angefragt ist sie in vielerlei Hinsicht: religiös, spirituell, kulturell und institutionell. Wie kann die Seelsorge in den Einrichtungen des Gesundheitswesens angemessen darauf reagieren? Auf dem Weg in die Zukunft muss sich die Seelsorge als zugleich anschlussfähig und grenzziehend erweisen. Das bedeutet: Nicht in fremden Kontexten aufgehen, sondern auf deren Anfragen eingehen. Die in diesem Band versammelten Beiträge beschäftigen sich mit dieser richtungsweisenden Aufgabe.

Fischer, M., (Hg.), Relevanz in neuer Vielfalt. Perspektiven für eine Krankenhausseelsorge der Zukunft, CMZ Verlag, Rheinbach 2018. (Reihe „Mauritzer Schriften“, hrsg. von der St. Franziskus-Stiftung Münster, Band 6), 200 S., ISBN 978-3-87062-304-3, 15.00 Euro)

Inzwischen ist die zweite Auflage des Buches „Ehrenamtliche in der Krankenhausseelsorge“ erschienen. Über die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Seelsorge besteht Einigkeit innerhalb der deutschsprachigen Diözesen und Landeskirchen, beim Einsatz von Ehrenamtlichen in diesen Bereich erheben sich dagegen immer wieder kritische Stimmen. Diese Bedenken diskutiert der Autor in seiner Studie. Grundlage seiner Ausführungen sind empirische Erkenntnisse aus der Arbeit mit ehrenamtlichen Begleitern in der Krankenhausseelsorge.

Michael Fischer, Ehrenamtliche in der Krankenhausseelsorge, 2. Auflage, 2018, 140 Seiten, € 19,80, ISBN 978-3-7841-3082-8.

Neue Buchreihe ‚Identität und Auftrag‘

Herr Prof. Dr. Michael Fischer ist Herausgeber der neuen Buchreihe ‚Identität und Auftrag‘. Der erste Band dieser Reihe, der sich mit Entscheidungen im Management konfessioneller Einrichtungen befasst, ist jetzt erschienen.

Laut Prof. Dr. Michael Fischer stehen Einrichtungen der Caritas und Diakonie unter Druck. „Konfessionelle Krankenhäuser, Behinderten- und Seniorenheime sowie andere Einrichtungen werden aus der Gesellschaft, aber auch aus der Kirche selbst in unterschiedlicher Weise angefragt.“ Die sich wandelnden finanziellen, gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen erfordern grundlegende Reformprozesse. Für Prof. Fischer geht es hierbei nicht nur um das nackte finanzielle Überleben dieser Einrichtungen, sondern um eine Weiterentwicklung auf der Grundlage ihrer kirchlichen und biblischen Tradition.

Es stellen sich grundlegende Fragen: Worin zeigt sich  die Identität kirchlicher Einrichtungen und was ist ihr spezifischer Auftrag? Die neue Buchreihe möchte zu diesen wichtigen Anfragen Impulse beisteuern: aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen, theoriegeleitet und praxisbezogen. 

Der erste Band mit dem Titel ‚Ethische Entscheidungen im Management christlicher Organisationen‘ liegt jetzt vor. In christlichen Organisationen sind ethisch reflektierte Entscheidungen im Manage­ment unerlässlich. Auf diesen Bedarf antwortet das anwendungsorientierte und in der Praxis erprobte Entscheidungsinstrument „Ethisch entscheiden“. Damit können Leitungspersonen und -gremien konkrete ökonomische und organisatorische Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten in einem christlichen Werterahmen reflektieren. In diesem Buch wird dieses wissenschaftlich basierte Instrument vorgestellt, in einen theoretischen Hintergrund eingebettet, seine Anwendung erklärt und erste Erfahrungen reflektiert.

Alexis Fritz, Michael Fischer, Wolfgang Heinemann, Georg Beule (Hg.) Entscheidungen im Management christlicher Organisationen
Lambertus-Verlag, Freiburg i.Br. 2016, 248 Seiten, kartoniert, € 20,00
ISBN 978-3-7841-2828-3

http://www.lambertus.de/de/shop-details/entscheidungen-im-management-christlicher-organisationen,1731.html

‚Identität und Management‘
Christliche Bindung caritativer Einrichtungen

Um am Markt erfolgreich zu sein, benötigen konfessionelle Krankenhäuser, Seniorenheime und Behinderteneinrichtungen nicht nur eine christliche Motivation, sondern auch ein modernes Management und einen klaren Blick auf die Bedeutung ökonomischer Parameter. Dies mit der christlich-ethischen Dimension zusammenzubringen, erweist sich oft als Herausforderung. Das Buch „Identität und Management. Christliche Bindung caritativer Einrichtungen“ greift dieses Thema auf. Erschienen ist es jetzt als fünfter Band der Reihe „Mauritzer Schriften“, die von der St. Franziskus-Stiftung Münster herausgegeben wird, einer der größten konfessionellen Krankenhausgruppen Deutschlands.

Das Buch vereint sieben eigenständige Beiträge von Autoren aus Theologie sowie Gesundheits- und Sozialwesen. Darunter ist Professor Dr. Joachim Wanke, emeritierter Bischof von Erfurt. Er legt den Vortrag „Kirchliche Medizineinrichtungen im Wettbewerb – Kann man mit dem christlichen Menschenbild punkten?“, den er im vergangenen Jahr vor rund 500 Mitarbeitern der St. Franziskus-Stiftung Münster gehalten hat, hier schriftlich vor. Weitere Texte thematisieren das Spannungsfeld von ethischem Anspruch und ökonomischen Erfordernissen in caritativen Unternehmen, den Aufbau einer christlichen Identität und Impulse aus der Ordensregel Franz von Assisis. Auch mit dem durchaus brisanten Thema der Arbeitssituation von Beschäftigten in christlichen Krankenhäusern unter zunehmendem ökonomischem Druck befasst sich ein Beitrag. Ein weiterer untersucht den Ablauf und die Qualität von Entscheidungsprozessen in caritativen Einrichtungen.

Fischer, M. (Hg.), Identität und Management. Christliche Bindung caritativer Einrichtungen, Rheinbach: CMZ-Verlag 2016, (Reihe „Mauritzer Schriften“, hrsg. von der St. Franziskus-Stiftung Münster, Band 5), 226 S., ISBN 978-3-87062-197-1, 15.00 Euro.

http://www.st-franziskus-stiftung.de/neuigkeiten/was-uns-bewegt/nachricht/news/detail/News/modernes-management-in-caritativen-einrichtungen-identitaet-und-management-st-franziskus-stiftun.html

Juli 2013: Berufung in den Fachbeirat der Zertifizierungsgesellschaft pro Cum Cert

Im Juni dieses Jahres ist Prof. Dr. Michael Fischer als Mitglied in diesen Fachbeirat berufen worden. Die proCum Cert GmbH (pCC) ist eine Zertifizierungsgesellschaft in konfessioneller Trägerschaft mit Sitz in Frankfurt/Main. Das Unternehmen wurde 1998 auf Initiative des Katholischen Krankenhausverbands Deutschlands (KKVD) gemeinsam mit dem Deutschen Evangelischen Krankenhausverband (DEKV) und den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden Caritas und Diakonie sowie der Ecclesia Versicherungsdienst GmbH gegründet.

Die Ziele der ökumenischen Initiative richten sich auf das Gesundheitswesen und die Wohlfahrtspflege. Zentrale Aufgabe ist die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in kirchlichen Krankenhäusern. Gemeinsam mit der Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ®), die von der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Bundesärztekammer, dem Deutschen Pflegerat und den Spitzenverbänden der Krankenkassen getragen wird, hat proCum Cert die medizinischen und pflegerischen Qualitätskriterien auf Bundesebene beschrieben. proCum Cert hat die Qualitätskriterien in den Bereichen erarbeitet, die kirchliche Krankenhäuser in besonderem Maße prägen und ihr Profil stärken. Dazu gehören etwa die Trägerverantwortung, die Seelsorge und die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.
Die Aufgabe des Fachbeirates ist es, fachbereichsübergreifend die Weiterentwicklung kirchlich-wertorientierter Qualitätskriterien für die Einrichtungen und Dienste der Caritas und der Diakonie zu begleiten und fachliche Impulse zu geben. Der Fachbeirat berät die Gesellschafterversammlung der proCum Cert. Er informiert die Gesellschafterversammlung über Anliegen der Fachbereiche von Diakonie und Caritas, die diese gegenüber der proCum Cert insbesondere in Zertifizierungsfragen haben.

2012: Seelsorger-Ausbildung wissenschaftlich evaluiert

Das Institut für Qualität und Ethik hat ein gemeinsames Projekt der St- Franziskus-Stiftung Münster und der Diözese Münster, in dem Ehrenamtliche zu Seelsorgerinnen und Seelsorgern ausgebildet werden, wissenschaftlich evaluiert. Dieses Projekt ist inzwischen abgeschlossen und die Teilnehmer des Kurses sind in fünf Krankenhäusern in der Diözese Münster tätig. In der wissenschaftlichen Evaluation wurden unter anderem folgende Forschungsfragen bearbeitet: die Motive der Kursteilnehmer, ihr Kompetenzzugewinn, die Qualität der Kursblöcke sowie Erfahrungen aus der ersten Praxisphase. Eine Publikation über dieses Projekt ist in Vorbereitung.

Münster 3. Dezember 2010 - Münsteraner Theologe erhält Wissenschaftspreis der Österreichischen Industriellenvereinigung

Münster/ Linz. Der münstersche Theologe Professor Dr. Michael Fischer ist mit dem „Preis zur Förderung des Dialogs zwischen Wirtschaft, Ethik und Religion“ („WER-Preis“) der Österreichischen Industriellenvereinigung ausgezeichnet worden. Fischer erhielt den mit insgesamt 7500 Euro dotierten Preis jetzt in Linz/ Donau für seine Habilitationsschrift „Das konfessionelle Krankenhaus. Begründung und Gestaltung aus theologischer und unternehmerischer Perspektive“.  

Der „WER-Preis“ wird alle zwei Jahre an Wissenschaftler, die sich in ihren Arbeiten mit dem Verhältnis der Wirtschaft zu Ethik, Religion oder Kirchen auseinandersetzen, vergeben; in diesem Jahr bereits zum achten Mal. Ausgeschrieben wird er von der Österreichischen Industriellenvereinigung in Kooperation mit der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz.

Münster, 15. Oktober 2010 - Prof. Dr. theol. Michael Fischer mit Lorenz-Werthmann-Preis, dem höchsten Wissenschaftspreis des Deutschen Caritasverbandes, ausgezeichnet

Trier/ Münster. Der münstersche Theologe Professor Dr. Michael Fischer ist mit dem Lorenz-Werthmann-Preis, dem bedeutendsten Wissenschaftspreis des Deutschen Caritasverbandes (DCV), ausgezeichnet worden. Er erhielt den Preis am Mittwoch bei der Delegiertenversammlung des DCV in Trier von Caritas-Präsident Prälat Dr. Peter Neher. Fischer ist Leiter Qualitätsmanagement und Leitbildkoordination der St. Franziskus-Stiftung Münster, der zweitgrößten konfessionellen Krankenhausgruppe Deutschlands, und Professor an der privaten „Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik“ (UMIT) in Hall/ Tirol. In seiner Habilitationsschrift hat er sich mit dem Thema „Das konfessionelle Krankenhaus. Begründung und Gestaltung aus theologischer und unternehmerischer Perspektive“ beschäftigt. Die Arbeit stellt eine grundsätzliche Reflexion über Sinn und Zweck von Hospitälern in kirchlicher Trägerschaft dar.

Die konfessionellen Krankenhäuser befinden sich derzeit in einem turbulenten Transformationsprozess. Dabei stehen sie nicht nur unter finanziellem Druck, sondern auch unter massiven ethischen und theologischen Begründungszwängen: Schon seit längerer Zeit taucht regelmäßig die Frage auf, ob die Kirchen nicht ihre Krankenhäuser abgeben und das Spielfeld anderen überlassen sollten. Fischers Buch thematisiert die Rolle und den spezifischen Auftrag konfessioneller Hospitäler in der Versorgung kranker Menschen. Es unternimmt eine Begründung und Ausgestaltung ihres Grundauftrages des heilenden Dienstes in theologisch-ethischer und unternehmerischer Perspektive.

Der mit 5000 Euro dotierte Lorenz-Werthmann-Preis ist der bedeutendste Wissenschaftspreis im Raum der Caritas. Der Deutsche Caritasverband hat ihn zu seinem 100-jährigen Jubiläum 1997 gestiftet. Der Name geht auf seinen Gründer, Prälat Lorenz Werthmann, zurück. Mit dem Preis werden Dissertationen, Habilitationen und Arbeiten mit einem vergleichbaren wissenschaftlichen Niveau ausgezeichnet, die sich mit Arbeit und Aufgabenstellung der freien Wohlfahrtspflege befassen. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Jury.

Michael Fischer, Das konfessionelle Krankenhaus. Begründung und Gestaltung aus theologischer und unternehmerischer Perspektive, Münster: Lit-Verlag, 2. Aufl. 2010, (Reihe LLG: Leiten. Lenken. Gestalten – Theologie und Ökonomie, hg. v. Alfred Jäger und Jürgen Gohde, Bd. 27), 493 S., ISBN 978-3-8258-1549-3, 49,90 Euro.